Schreibabys – Zurück ins Gleichgewicht
Mit viel Verständnis und wenig Aufwand viel helfen!
Ein Baby gilt als Schreibaby, wenn es mehr als 3 Stunden an mindestens 3 Tagen über mehr als 3 Wochen hinweg aus unerklärlichen Gründen schreit. Aber es hat immer einen Grund! Regulationsstörungen, die zum Schreien führen, finden sich in Teilen Asiens, Südamerikas, Afrikas und in Naturvölkern weniger bis gar nicht. In unseren Gesellschaften sind mittlerweile 20 % der Kinder betroffen, Tendenz deutlich steigend.
Eltern dieser High-Need-Babys sind am Rande der Erschöpfung. Das hat negative Folgen für die Eltern-Kind-Beziehung, die gesamte Familie und die Gesundheit der Kinder und auch die der Eltern und Geschwister. Betroffene Kinder zeigen später mehr psychische und physische Auffälligkeiten und Verhaltensstörungen [1, 2].
Schreiambulanzen als wichtige Anlaufstelle
Es ist also höchste Zeit, diesen Familien zu helfen. Wenn das Kind medizinisch ohne Befund ist und dennoch exzessiv schreit, ist die Schreiambulanz eine wichtige Anlaufstelle. Diese gibt es mittlerweile aus guten Gründen überall. Die verzweifelten Eltern werden dort beraten und unterstützt. Ihnen wird zur Ruhe geraten. Sie sollen dem Kind viel Körperkontakt geben und es viel tragen. Es wird auch das Stillen ad libitum und zur Beruhigung und zum Einschlafen empfohlen. Auch das langsame Einführen von Rhythmus wird geraten und dass die Eltern Hilfe von nahestehenden Menschen annehmen u. v. m. Diese Unterstützung ist für die Eltern wichtig. Immer öfter wird auch Osteopathie empfohlen.
Gründe fürs Schreien
Stellen wir uns doch mal selbst die Frage: Wann haben wir Grund zum Schreien?
Ok, bei Wut, bei Schmerzen, bei Schock, aus Angst, das ist einfach und logisch. Aber wir schreien auch aus Freude (denken Sie mal an den Jubel beim Tor zum Gewinn des Fußballspiels), Trauer und Lust. Und – wir schreien auch bei starker Anstrengung! Denken Sie mal an den Hochleistungssportler beim Kugelstoßen oder an die entbindende Frau in der Austreibungsphase während der Geburt beim Pressen! Schreien aktiviert die Bauchmuskulatur, hilft beim Pressen und verbessert bei Anstrengung die Sauerstoffaufnahme und die CO2 -Abgabe [3].
Die Unterstufe vom Schreien vor Anstrengung ist starkes Stöhnen, z. B. wenn wir einen schweren Gegenstand hochheben. Durch die Bauchpresse und das Anatmen gegen den Bauch und anschließendem Stöhnen stabilisieren wir uns und gewinnen Kraft. Starkes Stöhnen, Husten und herzhaftes Lachen oder Kichern verstärkt aber auch den Druck nach unten. Denken Sie hier mal an Husten oder Niesen bei Durchfall oder Blaseninkontinenz.
Zwei Thesen zum „unerklärlichen“ Schreien
Erste These oder besser gesagt Fakt
Das Baby schreit wegen großer Anstrengung. Wir sehen, dass es beim Drücken und Stuhl absetzen einen hochroten Kopf bekommt, obwohl der Stuhl oft noch ganz weich und fast flüssig ist. Das Baby tut sich schwer, wenn es den Druck nicht mit dem Zwerchfell nach unten lenken kann und/ oder es sich zu sehr überstreckt und/ oder der Anus nicht ausreichend öffnet, entweder durch Gesäßspannung oder weil der Sphinkter selbst sehr eng ist. Das Baby schreit und schreit und schreit bis zur Erschöpfung, um nach einer kurzen Erholungsphase wieder zu schreien, da das Problem nicht behoben ist. Kann das Schreien beim Pressen helfen? Ja! Viele Eltern berichten, dass die Kinder ruhig werden, wenn die Luft oder/ und der Stuhl draußen sind. Aber was ist, wenn das Baby sich nicht erfolgreich entleeren kann?
Zweiter Fakt
Stellen wir uns vor, wir müssten in Rückenlage unsere Beine 10-mal hochheben. Das mag bei vielen von Ihnen möglich sein. Wann würden Sie anfangen, die Luft anzuhalten oder vor Anstrengung zu stöhnen, damit es etwas leichter geht? Und nun stellen Sie sich vor, Sie müssten Ihre Beine 150-mal hochheben. Das könnten Sie wahrscheinlich auch nicht. Wir würden einfach aufhören und unsere Beine erschöpft ablegen oder uns auf die Seite drehen um uns zu erholen. Wenn wir das aber nicht dürften und es keine Hilfe gäbe, würden wir dann nicht auch schreien? Und würden wir uns nicht erst dann beruhigen, wenn uns jemand aus dieser misslichen Situation befreit? Viele Eltern berichten, dass die Babys ruhiger oder sogar ruhig werden, wenn sie u. a. auch im Fliegergriff getragen werden oder wenn sie gestillt werden („still werden“), oder wenn sie in den Autositz gelegt werden, vorausgesetzt, dass dieser dem Baby eine bequeme Lage ermöglicht. Allen Beruhigungsversuchen ist eines gemeinsam: Die Bauchmuskeln und die Hüftbeugemuskeln des Babys werden entlastet, es muss die Beine nicht mehr selbst tragen.
Typische körperliche Symptome bei Schreibabys
Bei Neugeborenen, die viel schreien und bei sehr jungen Schreibabys können wir fast immer beobachten, dass sie aufgeblähte Bäuche und Probleme mit dem Nabel haben, dass sie oft wund sind und dass sie oft noch Stuhl ausscheiden, wenn man den Po säubert. Man kann den Hals nicht sehen, weil der Brustkorb am Kinn klebt, sie trinken hastig und verschlucken sich oft und drücken sich überstreckt schreiend von der Brust oder Flasche weg. Sie nehmen oft keinen Schnuller, haben viel Schluckauf und/ oder hatten in der Schwangerschaft auch viel Schluckauf. Sie tun sich mit dem Aufstoßen schwer, im Liegen, aber auch beim Tragen überstrecken sie stark nach hinten und sie werden oft ganz steif. Sie kommen nur sehr schwer zur Ruhe, Pucken ist nicht möglich, da sie gepuckt noch mehr schreien. Sie schlafen wenig und oft nur sehr leicht. Zugleich sind sie extrem schreckhaft und überreizt und können sich nicht selbst beschäftigen.
Babys lernen im Bauch ihrer Mutter vier wesentliche Fähigkeiten nicht
1. Sie lernen nicht, sich entspannt zu strecken, dafür war es im Bauch viel zu eng. Wie soll ein Baby, das quasi als Kugel auf die Welt gekommen ist, sein Gleichgewicht in Rückenlage finden? Und können Sie selbst entspannt in den Bauch atmen, wenn sie auf dem Rücken liegend ständig Ihre Beine hochhalten müssen? Wie also sollen Neugeborene in Rückenlage liegen und schlafen können, wenn sie ihre Beine nicht einmal ablegen können? Sie haben noch ein komplettes Beugemuster in Hüft- und Kniegelenken. Durch das ständige „Strampeln“ entwickeln sie eine viel zu starke Bauchmuskelspannung, da sie diese, ob sie wollen oder nicht, ständig anspannen müssen. Das betrifft vor allem die Frühgeborenen mit kürzeren Beinen und Kinder von sehr kleinen Müttern, da es hier im Bauch noch enger war. Wie bei uns auch entsteht in der Rückenlage beim ständigen Heben der Beine wegen Überlastung ein Hohlkreuz mit Überstreckung, was wiederum die Atmung erschwert. Und Entspannung ist nur bei ruhiger Atmung möglich.
2. Sie lernen im Bauch nicht zu atmen. Wenn Babys viel Schluckauf haben können sie ihr Zwerchfell in der Schwangerschaft nicht entspannen, da sie im Bauch noch nicht atmen. Sie entwickeln nachgeburtlich also keine Bauchatmung, sondern atmen hochthorakal immer weiter in die Überstreckung hinein. Deshalb lassen sie sich auch nicht pucken. Denn sie nutzen durch die Elevation der Arme, durch die Hyperextension des Kopfes und durch das Heben des Thorax in ständige Inspirhaltung die Atemhilfsmuskulatur. Entspannte Ausatmung ist bei einer Inspir-Haltung des Brustkorbes nicht mehr möglich. Durch diese ständige Einatemstellung verbunden mit Anstrengung stöhnen die Kinder noch mehr bei jeder Ausatmung. In ihrer typischen Kniehockstellung schlafen viele Kinder ruhiger.
3. Durch die insuffiziente hochthorakale Atmung gelingt ihnen nicht die Koordination Atmung/ Schlucken. Statt einzuatmen, dann zu saugen, dann zu schlucken und dann auszuatmen, halten die Babys die Luft an, trinken sehr hastig saugen/ schlucken/ saugen/ schlucken etc., solange sie können, um dann plötzlich durch den Mund einatmen zu müssen. Und wenn das Baby hastig in dem Moment durch den Mund einatmet, wo der Mund voller Milch ist, dann verschluckt es sich sehr stark und hustet und schreit noch mehr. Davon abgesehen fällt überstreckten Babys sowieso schwerer zu trinken, da sich der Mund bei Überstreckung wie von selbst öffnet und das Saugen und Schlucken in überstreckter Haltung selbst schwerfällt. Probieren sie es einmal aus: Kopf nach hinten und an einer Babyflasche saugen und dann schlucken!
4. Die Babys lernen nicht auszuscheiden, wenn sie keinen Halt der Beine in Beugung haben. Es gibt 3 Gründe, die das Ausscheiden erschweren. Die Überstreckung wegen der Anspannung der dorsalen Muskelketten, die hochthorakale Atmung drückt den Stuhl nicht Richtung Ausgang und der Sphinkter selbst ist zu eng. Der Stuhl bleibt zu lange im Darm. Er gärt, es entstehen Gase mit Blähungen, der Bauch wird dicker als die Rippen, der Nabel drückt sich raus und es entsteht ein Nabelbruch und der gärende saure Stuhl macht den Po wund.
Durch den ganzen Stress dieser Ursachen sind sie neurovegetativ völlig überreizt, was zu einer weiteren Anspannung der Nackenmuskulatur führt. Das Kind bewegt sich in einem tragischen Kreislauf von nicht liegen können, nicht entspannt atmen können, nicht in Ruhe trinken können, nicht gut ausscheiden können mit allen Folgen, Schlafmangel zu haben, gestresste Eltern zu haben, durch Ablenkung ständig überreizt zu werden, durch das ständige Schreien wahrscheinlich zusätzlich auch noch Kopfschmerzen und Bauchschmerzen zu haben und vieles mehr! „Unerklärliche“ Gründe zum Schreien? Nein!
Schreibaby-Zurück ins Gleichgewicht!
Am besten wird die werdende Mutter bereits in der Schwangerschaft darauf hingewiesen, dass sie versuchen soll, den Bauch weich zu halten. Also keine Eile, kein schnelles Strecken weder beim Aufstehen noch beim Hinlegen, sie soll ruhig sprechen ohne dass der Bauch zuckt, möglichst keinen Husten haben, nur so lachen dass der Bauch nicht zuckt, nicht schwer heben, keine Berufstätigkeit mehr, die mit lautem und engagiertem Reden einhergeht und die Schwangere soll bitte den Bauch durch einen Gurt und oder/ und eine Latzhose stützen. Zusätzlich gibt es einfache osteopathische Techniken, um den Bauch wieder weich zu machen.
Eine gute Geburtsvorbereitung ist wichtig, damit sich das Baby im Bauch senkt und ordentlich in den Geburtskanal kommt. Ruhe und individuelle Betreuung während der Geburt sind wichtig.
Nach der Geburt soll das Neugeborene reflektorisch schreien, damit sich das Zwerchfell möglichst mit dem ersten Atemzug nach unten senkt. U. a. muss nach der Geburt das Zungenband auf ausreichende Länge und der Anus auf ausreichende Weite mit dem kleinen Finger kontrolliert werden. Das Kindspech sollte innerhalb der ersten 36 Stunden komplett ausgeschieden werden. Beim Ausscheiden kann dem Baby immer durch das Abhalten mit gebeugten Beinen und/ oder auch in Rückenlage mit gebeugt gehaltenen Beinen und Atemlenkung nach unten erfolgreich geholfen werden.
Sobald wie möglich muss das Neugeborene gut gelagert und vor übermäßiger Schreckreaktion bewahrt werden! Dazu müssen die Beine sehr hoch und weich gelagert werden und das Neugeborene muss mit gestreckten Armen gepuckt werden und der Kopf auf das Ohr mal rechts und mal links gelegt werden.
Beim Stillen sollte das Neugeborene ebenfalls gepuckt und bequem gelagert werden. Ebenso sollte die korrekte Bauchlage in entspannter gestreckter Haltung unter Aufsicht geübt werden.
Ein Baby, das ruhig vor sich hinschauend liegt, sollte man komplett in Ruhe lassen, ohne Streicheleinheit und ohne Küsschen vom Geschwisterkind und ohne Hundegebell etc. Denn diese wertvollen Momente der Ruhe im Leben des Babys sind die Vorankündigung und zeigen die Fähigkeit zum Entspannen, zum Zufriedensein und zum selbstständigen Einschlafen. Damit ist der ganzen Familie sehr geholfen!
Wenn es von Anfang ruhig zugeht und Rücksicht auf die Fähigkeiten der Babys genommen wird, werden die Neugeborenen sich nicht zu Schreibabys entwickeln.
Schreibabys gibt es vor allem in den ersten 3–4 Monaten. Alle oben erwähnten Maßnahmen sind auch bei bereits schreienden Babys bis zu 9 Monaten ausgesprochen bewährt.
Das Baby mit 9 Monaten
Mit dem 9. Lebensmonat entwickeln die Kinder eine Wahrnehmungskonstanz, das heißt, sie erinnern sich, können sich unglaublich viel merken. Schreibabys haben bis zu diesem Alter gelernt, mit mehr oder weniger Frustration, dass nur Schreien die Situation möglicherweise verbessert. Das bedeutet, dass sie, auch wenn es eigentlich nicht mehr aus den anfangs erwähnten Gründen notwendig ist zu schreien, sie sich dieses Verhaltensmuster angewöhnt haben. Und die Eltern und nahestehende Menschen haben sich angewöhnt, alles zu tun, damit das Kind nicht mehr schreit – mit fatalen Folgen für alle, auch die Geschwisterkinder. Deswegen ist es ab diesem Alter besonders wichtig, den Umgang mit Sprache und einem klaren Verständnis für das abstrakte Wort „nein“ zu entwickeln.
„Lässt du das bitte liegen?“ Und wenn Ihr Kind auf diese Frage den Gegenstand nicht liegen lässt – also indirekt mit „nein“ antwortet: Respektieren Sie nun das „nein“ Ihres Kindes?? Das würden Sie nämlich nicht tun! Was lernt also Ihr Kind? Wie reagiert „man“ auf „nein“?
Also: Fragen Sie Ihr Kind nicht, wenn Sie wollen, dass es etwas tut oder lässt. Sagen Sie es in einem ruhigen Aussagesatz: „Lege das bitte wieder hin“. PUNKT. 2x sagen, und wenn Ihr Kind nicht folgt, begleiten Sie es beim selber Tun und erledigen Sie die Aufgabe nicht für Ihr Kind!
Fazit
Die langjährige Erfahrung aus der Praxis und die Rückmeldungen der Eltern, der Hebammen und Osteopathen und auch der Kindergärten zeigen, dass Schreibabys und Schreikinder mit Verhaltensauffälligkeiten bedeutend ruhiger werden, wenn wir auf ihre Bedürfnisse und Physiologie Rücksicht nehmen und wenn wir ihnen bei den Dingen helfen, die sie alleine noch nicht gut können. Dafür sind das Wissen und Verständnis um ihre Physiologie und unmissverständliche Pädagogik unerlässlich.
Am besten wäre es, wir würden verhindern, dass Babys überhaupt erst so viel schreien müssen. Also gilt, je eher wir die Neugeborenen unterstützen, umso entspannter ist es für die ganz Familie und die Gesellschaft von Anfang an. Weitere Informationen und konkrete Anleitungen finden Sie in meinen Büchern und im Videokanal „Neuromotorisch fit in jedem Alter“ auf meiner Website.
HP Karin Ritter
Karin Ritter
Karin Ritter, Osteopathin (Berufsvereinigung hpO), Physiotherapeutin und Heilpraktikerin (FDH) mit eigener Praxis in Dinkelsbühl, ist Entwicklerin des patentrechtlich geschützten „Behandlungskonzept nach Karin Ritter“. Als Autorin hat sie die beiden Bücher „Babynöte verstehen“, „Neuromotorisch fit – Kindernöte verstehen“ und mehrere Fachartikel geschrieben. Ergänzend dazu hat einen umfangreichen Videokanal erstellt. Darüber hinaus gibt sie als anerkannte Expertin Fortbildungen im Bereich Schwangerschaft, Geburt, Babys und Kindern und hält Vorträge in Kindergärten und Schulen.
Kontakt:
www.karin-ritter-osteopathie.de
praxis-karin-ritter@t-online.de
Literatur
[1] Papoušek M. Regulationsstörungen der frühen Kindheit [Internet]. München: Ludwig-Maximilians-Universität; [Zugriffsdatum erforderlich]. Verfügbar unter: papousek.de/forschung/regulations störung
[2] Reck C. Institut für Medizinische Psychologie. Heidelberg: Universitätsklinikum Heidelberg, Zentrum für Psychosoziale Medizin.
[3] Bassett DR Jr, Howley ET. Limiting factors for maximum oxygen uptake and determinants of endurance performance. Med Sci Sports Exerc. 2000;32(1):70–84. doi:
10.1097/00005768–200001000–00012
[4] Ritter K. Baby-Nöte verstehen: Verblüffend einfache Alltagshilfen aus der osteopathischen Praxis.
2. überarb. Aufl. Stuttgart: Thieme; 2021.
[5] Ritter K. Neuromotorisch fit – Kindernöte verstehen. 2. überarb. Aufl. Stuttgart: Thieme; 2018.
[6] Osteopathie für Kinder: Behandlungen der Kindesosteopathie [Internet]. kita.de; Verfügbar unter: www.kita.de/wissen/osteopathie-kinder
[7] Osteopathie: Krankenkasse & Therapeutensuche [Internet]. babyclub.de; Verfügbar unter: www.babyclub.de/magazin/babys-erstesjahr/babygesundheit/osteopahtie/ krankenkasse.html